Ich habe den Eindruck, das Gefühl nicht die richtigen Worte zu finden, um es zu beschreiben. Ich sehe immer wieder die inneren Bilder in mir aufsteigen; besonders eine Episode ist so sehr präsent, als wäre es gestern erst geschehen. Meine Hand vollführt eine Bewegung, die mich erschreckt. Weil sie verboten ist. So war es doch, das unabgespochene Spiel. Und wie ich gegen das Wort Spiel protestiert habe. Ich denke, es wurde Dir berichtet. Jedes Zeichen versuchen zu deuten, zu verstehen – zu viel, zu wenig. Was hat wirklich Gewicht, in einer fatalen Symbolik? Begebenheiten in Kulissen, in der Fasern strömen. Angst vor der eigenen Leidenschaft. Warum die Lügen? Maskenbälle zehren. Vielleicht hätte meine Hand etwas geändert, eine Wendung bewirkt. Atemlos. Nein. Noch nicht. Es wäre Verschwendung. Du warst mein Maß. Und ich hasste Deine Behäbigkeit. Endlos die Sekunden, in denen ich von Dir stahl. Ja, ich pflegte zu stehlen. Denn es gab kein Zurück. Matt, ich will Revanche. Ins Feld ziehen, neue Schlachten schlagen. Lauter oder leiser. Meine Hand schmerzt, wie zum Trotz. Ich denke aus Wut, die mich so sprachlos machte.
Ich höre unsere Lieder, sie sind wie Fenster. Meine Fenster in Deinem Haus.
September 30, 2009
August 30, 2009
August 20, 2009
April 27, 2009
QUARTALSROMANZE
- eine Liebesgeschichte in Gedichten -
ich habe es genannt:
Wie soll es heissen?
wenn aus Spiel Ernst
wenn von Moral keine Predigt
wenn Gefühl größer als Stolz
wenn nicht ein Reim gelingt
zögern, zweifeln
alles umgedreht
mehr entsteht
Zaubermorgen
verliebte Augen
erzärtlichtes Fühlen
ganz leise
bei Dir spüren
Winterliebe
Über mich hat es
EisGlasScherben geregnet.
Wenn ich inne halte,
weint mein Herz.
Warum ist der
Wasserfall erfroren?
Ich konnte doch
meinen Kelch dort
bislang immer füllen.
Ich bin Winterkind,
suche das Feuer
Schattenkreuzer
tiefes Schimmern im Brunnen
gewaltiges Schlingern der Gezeiten
der verwobenen Kreise Schnittmenge
er zeugt den rechten Sog
Mein Sommerspross!
Wer wird Dich nun erlösen, Dein rettend Spielball sein?
Wie die See, die Tide ist Deine Liebe.
Ich im Zwielicht?
Und Du Blume der Sonne in Frau Lunas Schein.
-wenn’s Wasser an die Klippen schellt,
die Boe Deinen Namen überhört,
wenn jeder Land sein eigen nennt
und nur die Sehnsucht Stricke spinnt,
Spekulationen überrinnt
und wieder Hoffen bringt-
Doch des Märchens Tribut zoll ich nicht allein.
Ich liebe auch Frauen, doch mädchenhafte Männer – nein.
Soll fortan Hermes nur Herrscher Deiner Seele sein!
April 26, 2009
Seelenzustand: gepeitscht

Das Krallentier
die Nacht umspülte die Felder
während der Sturm die Beete bestellte
ich bin geflogen, geflogen
Wut bemächtigte sich meiner
das Tier krallte meine Haut
die Seele verlautbarte:
ich werde gepeitscht
April 19, 2009
meine Kunst ist Lyrik
Ich schreibe, habe mich selbst mit Aleatoryn betitelt. Bei Auftritten nenne ich mich meist jedes Mal anders. Warum auch nicht?
Die Tätigkeit hier auf dem Blog umfasst einen kleinen Bruchteil. Inzwischen ist ein Berg von Text angewachsen, meistenteils Gedichte ( zu finden unter der Kategorie K-M-S )
Ich werde immer wieder auf eine Veröffentlichung angesprochen. Dies habe ich mir nun als Ziel vorgenommen. Wer helfen kann und möchte – bis zu meiner Lesung im Sommer meine Sammlung z.B. zu layouten, möge sich unter >ikarus10@gmx.net< melden.
April 16, 2009
poem
Seele – nimm im Frühling Platz!
bald Tulpenkleid
bald Akeleienhut
hör doch die Sonnenmusik
Schwaden von zärtlich duftgeschwängerter Ströme
der Meere von Blüten
Kirschweiss
Vergissmeinnichtblau
zu Violett geneigt die Brust
Zauber – komm an mein Herz
Januar 20, 2009
Ufernd
es gurgelt im Herzen
hinab zieht ein Strudel
dunkler Wurm
ich schritt durch die Brandung
von einem Ring umfasst den Leib
und rang mit jedem Augenblick
der Himmel senkte sich nieder
gab nach ein Stück
Januar 3, 2009
Scherenschnitte
meistenteils sich selbst überlassen
und nur ein Augenblick der Attraktion in die Ewigkeit gesponnen
Stolz über das gekaufte Bild an der gemieteten Wand
es gleicht dem Tod
es ist schwarz und weiß
daneben dunkles Geträum und Sonnengestürm
heroisch klingt das Nachtlied und fragt leis’ nach seiner Zeit
