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aus Menschliches, Allzumenschliches - zweiter Band
von Friedrich Nietzsche
13 Zweimal sagen.
Es ist gut, eine Sache sofort doppelt auszudrücken und ihr einen rechten und linken Fuß zu geben. Auf einem Bein kann die Wahrheit zwar stehen; mit zweien aber wird wird sie gehen und herumkommen.
317 Meinungen und Fische.
Man ist Besitzer seiner Meinungen, wie man Besitzer von Fischen ist, insofern man nämlich Besitzer eines Fischteiches ist. Man muss fischen gehen und Glück haben, - dann hat man seine Fische, seine Meinungen. Ich rede hier von lebendigen Meinungen, von lebendigen Fischen.
Andere sind zufrieden, wenn sie ein Fossilien-Kabinett besitzen - und, in ihrem Kopfe, “Überzeugungen”.
Zwischen Schlaf und Traum,
Zwischen mir und was in mir ist
Und was ich vermute zu sein,
Fließt ein unendlicher Fluss.
aus Entre o sono e sonho
eigentlich Fernando António Nogueira Pessoa, war ein portugiesischer Dichter und Schriftsteller. Veröffentlichungen unter Alberto Caeiro, Ricardo Reis, Álvaro de Campos und dem Pseudonym Bernardo Soares.
Er gilt als bedeutendster Lyriker Portugals; er ist einer der wichtigsten Dichter der portugiesischen Sprache und gehört zu den bedeutendsten Autoren des 20. Jahrhunderts.
* 13. Juni 1888 † 30. November 1935 in Lissabon
Einblick in “Das Buch der Unruhe des Hilfsbuchhalters Bernardo Soares“
Paul Celan 1920 - 1970
Aus der Hand frißt der Herbst mir sein Blatt: wir sind Freunde.
Wir schälen die Zeit aus den Nüssen und lehren sie gehn:
die Zeit kehrt zurück in die Schale.
Im Spiegel ist Sonntag,
im Traum wird geschlafen,
der Mund redet wahr.
Mein Aug steigt hinab zum Geschlecht der Geliebten:
wir sehen uns an,
wir sagen uns Dunkles,
wir lieben einander wie Mohn und Gedächtnis,
wir schlafen wie Wein in den Muscheln,
wie das Meer im Blutstrahl des Mondes.
Wir stehen umschlungen im Fenster, sie sehen uns zu von der
Straße:
es ist Zeit, daß man weiß!
Es ist Zeit, daß der Stein sich zu blühen bequemt,
daß der Unrast ein Herz schlägt.
Es ist Zeit, daß es Zeit wird.
Es ist Zeit.
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Corona Radiata
by nin
O Mensch! Gib acht!
Was spricht die tiefe Mitternacht?
“Ich schlief, ich schlief -,
Aus tiefem Traum bin ich erwacht: -
Die Welt ist tief,
Und tiefer als der Tag gedacht.
Tief ist ihr Weh -,
Lust - tiefer noch als Herzeleid:
Weh spricht: Vergeh!
Doch alle Lust will Ewigkeit -,
- will tiefe, tiefe Ewigkeit!”
aus:
Friedrich Nietzsche - Also sprach Zarathustra (1883-1891)
Ihr nennt mich stolz? Wer hat mich so gemacht?
Ihr selbst, die mich betrogen und verrathen!
Die Regung, die ihr schmäht, ist erst erwacht,
Als ich mein Thun verglich mit euern Thaten!
Ihr nennt mich stolz? O wüßtet ihr wie gern
Und freudenvoll der starre Stolz verschwände,
Vor einem Menschen, der, ein lichter Stern,
Hoch über mir und meinem Wesen stände. -
Betty Paoli (1814-1894)
An der Bucht in der Nähe der Grotte landete das Wikingerschiff, sie - die Mannschaft, allen voran der Kapitän schritt den Strand ab. Er vermaß ihn gestikulierend. Sein lang ersehntes Ziel war erreicht, nach Monaten mit Zwieback, eingemachtem Kohl und Tee.
Nun rief er dem ersten Offizier - es war ein ordentliches Wikingerschiff - die Daten seiner Meßergebnisse zu, der sie in ein dafür vorgesehenes Buch eintrug. Auf dem Einband des Logbuches prangte ein Fliegenpilz, der Name des Schiffes und Erinnerung an ihre Heimat.
- Piraten der Neuzeit -
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Nach den Turnieren der Ritter war es an der Zeit die Hofgesellschaft mit Geschichten zu unterhalten. So trat der Hofnarr vor die Tribüne, in dessen Mitte das königliche Hofpaar saß.
Er war bekannt dafür die besten und humorigsten Lügengeschichten zu erzählen.
Diesmal berichtete er von seinem letzten Besuch im Meer - als er mit einer Walkuh und einem Schwarm roter Fische um die Wette schwamm, auf der anderen Seite des Erdballs ankam und nachdem er ja den Wettstreit gewonnen hatte auf der Insel das schönste Einhornmädchen zur Braut bekam.
Zeitschrift für Autorinnen und Autoren
Ausgabe No. 70 Juni/Juli zum Download
- Special: Blind sein – blind schreiben
- Beruf Hörfilm-AutorIn
- Auftragsbiografien schreiben

ist eine wirklich sympathische Seite der Dorthe Hodemacher - Drehbuchautorin und freie Schriftstellerin aus Hannover
< www.hosentaschengeschichten.de >
Idee & Kurzgeschichten & interessante weiterführende anklickbare Sachen
Ich wusste nichts, und so verharrte ich im unerschütterlichen Glauben,
die Zeit der grausamen Wunder sei noch nicht um.
Stanisław Lem (1921 - 2006)
Simone de Beauvoir - Philosophin, Schriftstellerin, Feministin und Chronistin ihrer Zeit - wäre im Januar 2008 100 Jahre alt geworden. Grund genug, den Spuren der bedeutenden Französin zu folgen.
WDR Wissensarchiv
und warum verhake ich mich immer in bescheuerten online-Diskussionen?
the real net - alles nicht sehr gehaltvoll [ full stop ]
Irene Moll
” Männer nennt sich das! Wenn man sie anpackt, gehen sie aus dem Leim! Meine sehr verehrten Damen, ich schlage vor, die Bande einzusperren. Meine sehr verehrten Damen, wir brauchen Männerbordelle! Wer dafür ist, hebe die Hand!” (…)” Laßt uns singen!” schrie sie schluchzend und schluckend. ” Wir singen das schöne Lied vom Klavierspiel!” Sie breitete beide Arme aus und brüllte :
” Auch der Mensch ist nur ein Tier,
Immer, und erst recht zu zweit.
Komm und spiel auf mir Klavier!
Komm und spieleee auf mir
Die Schule der Geläufigkeit.
Dazu bin ich ja…”
Der Geschäftsführer hielt ihr den Mund zu, sie mißverstand die Bewegung
und fiel ihm um den Hals.
Kaum hatte die Schlange dieses ehrwürdige Bildnis angeblickt, als der König zu reden anfing und fragte: Wo kommst du her? - Aus den Klüften, versetzte die Schlange, in denen das Gold wohnt. - Was ist herrlicher als Gold? fragte der König. - Das Licht, antwortete die Schlange. - Was ist erquicklicher als Licht? fragte jener. - Das Gespräch, antwortete diese.



