der ultimative Liebeskummer-PoetrySlam-Text

Ich brauchte Dich mehr, als dass ich Zeit hatte es zu geniessen.
Am Grund angekommen ersinne ich für Dich die allerschönste Todesart und für mich ein rundgefrästes Stück aus Deinem Herzen. Ich will Dich braten, ich will Dich fressen. Ich bin die Frau die von Hellem singt, mein Sündenbock! In Deiner Brust bin ich der Pflock. Deine Kulleraugen sollen nun am Boden rollen. Meine Gegenwart Dir Galle, ich Deine bittersüße Falle. Von jeder Begegnung einen Gipsabdruck als Grabesschmuck. Dein Bild als Voodoo-Puppe; Seelenheil ist mir jetzt Schnuppe. Ich will fett mich essen, morden, huren, Bild, Express bedienen – als Starlett, das wär doch nett. Und ein bisschen Du auf Silbertablett in der Pathologie, um zu heilen meine Neuralgie. Spinnengleich Dich quälen und zum Ende, erst zum Schluss Dein verbranntes Fleisch als Schuss wie Koks durch meine Venen. Mein Geist will keine Ruh‘ mir geben, bevor Dich nicht in Sklaverei gefunden und gebunden an ewiglichem Schmerz, mein Herz. Mit Deinen Eingeweiden mich neu einkleiden, Dein pures Selbst mir einverleiben, die grausam-besten Briefe schreiben.
Hinaus aus meinem Träumereich! Wunderschön erschreckend gleich – ein Opfer ich gefunden. Als Knecht sollst Du mir nutzen, nicht als Liebes- sondern Hassobjekt perfekt. Ich muss nur weiter, heiter – denn eine kluge Frau hält in ihrem Lebenslauf weder Aff‘ noch Ziege auf. Deine Freunde der letzte Dreck, Du ein Geck und geistig umnachtet, das Hirn wohl verschachtet, vernebelt vom Sprit – da will ich nicht mit. Ja, für Dich nur das Beste – ich wünsch‘ Dir alle Reste. Witzfigur und Pfau, verdient hast Du ’ne Frau, die Dich in die Gosse bringt und zwingt Dir selber abzuschwören. Ich wünschte nur Du könntest dies hören.

Wohin geht die Liebe, wenn sie geht?
Die Liebe.
Wenn sie geht.

gelesen im Blue Shell, Januar ’08

Advertisements