das Märchen vom letzten Winter –
es handelt von einem ElephantenMädchen und einer gestohlenen Rose – was die 3 Kamele, die Schlange Hapat und der Eisvogel Toriu damit zu tun haben, werdet Ihr erfahren…
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Im Turmzimmer des alten Schlosses fand die Kammerzofe der gestorbenen Königin unter getrockneten Blütenblättern einer roten Rose in einem einstmals versiegelten Buch folgende Verse:

Winterliebe.
Über mich hat es
EisGlasScherben geregnet.
Wenn ich inne halte,
weint mein Herz.
Warum ist der
Wasserfall erfroren?
Ich konnte doch
meinen Kelch dort
bislang immer füllen.
Ich bin Winterkind,
suche das Feuer.

Was ist mit den Kindern?
Wo sind sie? Geht es Ihnen gut?
Passen Winterkind & Naú auf Euch auf?
Was ist mit den kleinen Kindern; wie geht es dem Baby?
Ist es warm bei Euch? Habt Ihr genug zu Essen & zu Trinken?
Kann ich etwas für Euch tun?
Ich liebe Euch!
Ich möchte, dass es Euch gut geht.
Sagt mir bitte, wenn es Euch an irgendetwas mangelt!

…die letzte Nachricht über den Verbleib verlor
sich im leeren Meer

Wälder Latoryens
Die Farben des Flusses Umidé, der grösste & wichtigste Strom in Latoryen, mischten sich zu schillerndem Türkis, das zunehmend gefror. Warum dieser Prozess am Wasserfall begann, konnte sich niemand erklären. Jehobin vermutete in der Ergründung des Phänomens die Lösung zu finden.
Trinkwasser liess sich noch in dem nahegelegenen heiligen Bach Anburek schöpfen.
Der Wasserfall Fandume gab einige Rätsel auf. Vielleicht wurde er von Hexe Migutar verflucht? Sie war sieben Meter gross, konnte fliegen und machte für gewöhnlich dabei Schnee. Migutar wohnte am heiligen Bach, dem sie jedoch noch nie etwas zu leide getan hatte –
so stand es geschrieben.

Königreich Lunowiss
Der Regent des gleichnamigen Königreiches und sein engster Gefährte und Berater Herr von Waytem hörten die erschreckende Kunde über Toriu, den Eisvogel – dieser war als Abgesandter seines Volkes geschickt worden.
[…]und sie gingen nicht zum leeren Meer. Die Tiere machten einen Umweg, um den gefrorenen Wasserfall zu besuchen. Dort sahen sie bald von Waytem, Winterkind und die Hexe Beubalia, die aus dem fernen Reich Elsteraj gekommen war. Ebenfalls war König Lunowiss anwesend; angereist mit Herr von Waytem zum Wasserfall Fandume. Der Flussweg, auf einigen Strecken noch passierbar, wechselte sein Farbspektrum unvorhersehbar in allen Grün- und Blautönen. Als sich von Waytem und Lunowiss auf die Reise begaben, Rappen galoppierten auf das Ufer zu, schneite es.

In einem Erker eines bäuerlich wirkenden Hauses stand ein grüner Ohrensessel, in welchem sich der weise
Jehobin nun niederliess, um über das Gespräch mit dem ElephantenMädchen nachzudenken. Um seinen Geist zu klären, nahm er, in Alchemie bewandert ein kristallines Dreieck zur Hilfe.

In seinem Erker sitzend, liess das Bild des vergangenen Treffens nochmals lebendig werden. Wenn es ihm gelingen würde herauszufinden, wer den Bau der BergPassArkaden veranlasst hatte. Vor dem Gebirgskamm erhob sich der Berg Weghrain, an welchem im damaligen Zeitalter die PassArkaden erbaut worden sind.
Jehobin erwachte nach langer Meditation in einem klaren Bild – auf dem verlassenen Weg neben den PassArkaden des Gläsernen Gebirges lag ein gestorbenes Gesicht.
In der grossen Küche brannte im Kachelofen ein loderndes Feuer, ein Krokodilskelett hing daneben von der Decke.
Jehobin saß am Tisch, als es an seiner Tür klopfte. Er erwartete bereits den Kreis der Freunde, von Waytem, König Lunowiss und allen voran Beubalia, die sich jedoch vorerst für einen Moment zurückzog, um sich selbst zu verhexen, damit sie durch die Tür passte.
„Wo ist Winterkind?“ fragte Jehobin, nachdem alle in seinem Haus Platz gefunden hatten.

Indes schmiegte sich die Rose in des Räubers Händen an einen Traum.

Der heilige Anburek
Hapat liess sich langsam von der weidenumkränzten Uferböschung in den Bach gleiten, abzustreifen die silbergoldenen Schuppen. Der Räuber verlangte diese als Pfand, um Winterkind auszulösen.

Die MomentBlumen wuchsen bis zum Gläsernen Gebirge und säumten Teile des Weges, der zu den PassArkaden führte. In den Wäldern Latoryens erstreckten sich weite Felder dieser Gattung. Wer sie durchschritt kam auch ohne Landkarte oder Wegbeschreibung zum RegenBergBogen, welcher Einlass zum
Gläsernen Gebirge bot. Die irdenen Wände innerhalb des Berges und das sich abregnende Wasser sprachen dort und die Zeit stand still.

( es gibt noch Notizen dazu… )

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