Nur dem Anschein nach ist die Zeit ein Fluß.
Sie ist eher eine grenzenlose Landschaft, und
was sich bewegt, ist das Auge des Betrachters.

Thornton Wilder

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Mein Reich ist klein und unbeschreitbar weit.
Ich bin die Zeit.
Ich bin die Zeit, die schleicht und eilt,
die Wunden schlägt und Wunden heilt.
Hab‘ weder Herz noch Augenlicht.
Ich trenn‘ die Gut‘ und Bösen nicht.
Ich hasse keinen, keiner tut mir leid.
Ich bin die Zeit.

Erich Kästner

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„Guten Tag“, sagte der kleine Prinz. „Guten Tag“, sagte der Händler. Er handelte mit absolut wirksamen, durststillenden Pillen. Man schluckt jede Woche eine und spürt überhaupt kein Bedürfnis mehr, zu trinken. „Warum verkaufst du das?“, sagte der kleine Prinz. „Das ist eine große Zeitersparnis. Man spart dreiundfünfzig Minuten in der Woche.“ „Und was macht man mit diesen 53 Minuten?“ „Man macht damit, was man will.“ „Wenn ich dreiundfünfzig Minuten übrig hätte“, sagte der kleine Prinz, „würde ich ganz gemächlich zu einem Brunnen laufen…“

Antoine de Saint-Exupéry

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