Gabrielle_d_Estree_-_Louvre

meistens lese ich nicht in Folge zwei Bücher eines Autors, geschweige denn drei.
nun bin ich jedoch bei der Geschichte von Gabrielle d’Estrées angelangt, die Wolfram Fleischhauer in „Die Purpurlinie“ beschreibt
Ein Bild, das die Besucher im Louvre immer wieder in ihren Bann schlägt, ist das Gemälde „Zwei Damen im Bade“ von ca. 1590 aus dem Umkreis der Schule von Fontainebleau: Zwei nackte Frauen stehen in einer Wanne, die eine hält dem Betrachter einen Finger entgegen, die zweite umfaßt mit spitzen Fingern die rechte Brustwarze der ersten.
Auch Andreas Michelis, Dozent für amerikanische Literatur, fühlt sich auf unerklärliche Weise von diesem Bild heftig angezogen. Vielleicht hätte diese Faszination auch keine weiteren Auswirkungen gehabt, wenn nicht sein Freund Nicolas Koszinski, Archivar der Landesbibliothek in Stuttgart, Fragment eines historischen Romans aus dem vergangenen Jahrhundert zugespielt bekommen hätte. Bei diesem Fragment handelt es sich um Aufzeichnungen des 1912 verstorbenen Historikers Jonathan Marstadt, in denen die Geschichte des Hofmalers Vignac erzählt wird, der anscheinend 1598 das Bild anfertigte.
Wie es scheint, hat der Maler in diesem Bild die Lösung eines 400 Jahre alten Geheimnisses versteckt, das sich nachweislich auf die Beziehung zwischen König Heinrich IV. von Navarra und seiner Geliebten Gabrielle d’Estrées, Herzogin von Beaufort bzw. deren gewaltsamen und qualvollen Tod am 10.April 1599 bezieht. In wie weit das Geheimnis des Bildes die Vorgänge um die geplante Heirat Henri IV. mit Gabrielle d’Estrées zu lösen vermag, sei hier nicht verraten.

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